Gipfelsprint Blog Innovation unter der Lupe

Innovation unter der Lupe

“Innovation” ist ein Begriff der in aller Munde ist – und dennoch hat jeder eine etwas andere Vorstellung davon worum es bei Innovation überhaupt geht und ob sich Innovation lohnt. Daher möchten wir euch einen Einblick in die Welt der Innovation geben und uns mit Fragen beschäftigen wie „Was ist überhaupt Innovation?“ und „Lohnt es sich in Innovation zu investieren?“. Wir möchten euch verschiedene Perspektiven aufzeigen und erklären was Innovation für Gipfelsprint bedeutet.

Was ist Innovation?

Da sich Innovation nicht nur auf eine Branche beschränkt entstehen beim Beantworten dieser Frage oftmals eine Vielzahl an verschiedenen Perspektiven. Das Autorentrio aus Anahita Baregeh, Jennifer Rowley und Sally Sambrook hat im Rahmen einer Metaanalyse über 60 verschiedene wissenschaftliche Definitionen des Innovationsbegriffs untersucht und dabei im Kern sechs Eigenschaften identifiziert. Diese tauchen unabhängig von Disziplin und Interesse immer wieder auf und wurden von den Innovationsforschern Stephan Bedenk und Dr. Sebastian Kunert der Humboldt-Universität zu Berlin aufgegriffen:

1. Innovation bedeutet den Umgang mit “Neuem”

Der möglicherweise offensichtlichste Punkt der Liste stellt häufig die größte Herausforderung im Rahmen von Innovationsprojekten dar. Veränderungen oder das Einführen von bis dato Unbekanntem werden insbesondere in mittelständischen Unternehmen von Mitarbeiter*innen kritisch gesehen und stoßen schnell auf Ablehnung. Daher ist es unabdingbar frühzeitig alle relevanten Akteure ins Boot zu holen und klassische Changemanagement Strategien mit in die Projektplanung einzubeziehen.

2. Unternehmen bringen unterschiedliche Innovationstypen hervor

Innovation ist nicht gleich Innovation und Unternehmen sollten sich daher grundlegende Gedanken darüber machen, welche Form von Innovation etabliert werden soll. In einer groben Unterscheidung kann es darum gehen, ob es sich um Produkt- oder Prozessinnovation handeln soll. Während es bei der Produktinnovation um das Schaffen neuartiger Produkte und dadurch den Ausbau oder Erhalt des Kundenstamms geht, dreht sich bei Prozessinnovation das meiste um interne Faktoren. Ziel sind oftmals die Optimierung der Arbeitsprozesse und das Neudenken bestehender Organisationsstrukturen. Beide Formen, sowohl die Produkt- als auch Prozessinnovationen bieten umfangreiche Vorteile und sind mitunter nicht immer klar voneinander zu trennen, da eine erfolgreiche Produktinnovation häufig auch Innovation auf Prozessebene erfordert.

3. Innovationen finden in einem mehrstufigen Prozess statt

Auch wenn es manchmal den Anschein erweckt, besteht Innovation keinesfalls nur aus Kreativität. Offenes Brainstorming und verschiedene andere Techniken, die dem Suchen und Finden von innovativen Lösungsansätzen dienen bilden zwar ein elementares Fundament, auf dem das weitere Projekt aufbaut, sind jedoch nur der Anfang einer längeren Reise. Die Quintessenz für den nachhaltigen Erfolg von Innovationsvorhaben ist jedoch schlussendlich die Umsetzung, die in der Regel den größten Teil ausmacht. Oftmals aus mehreren Stufen bestehend sind hier Durchhaltevermögen, Frustrationsmanagement und die Fähigkeit aus jeder Iteration zu lernen entscheidend.

4. Innovationen sind soziale Phänomene

In seltenen Fällen mag es einzelne Innovatoren geben, die in alter Erfindermanier vor sich hin tüfteln , in aller Regel entstehen Innovationen jedoch aus der Kooperation verschiedenster Akteure sowohl inner- als auch außerhalb der Unternehmen. Darüber hinaus spielt neben der eigentlichen Innovation, insbesondere wenn es um Produktinnovation geht, auch die Akzeptanz eine große Rolle. Und die Entscheidung ein neues Produkt anzunehmen oder nicht liegt in letzter Instanz bei den Konsumenten.

5. Innovationen bedeuten (enormen) Ressourceneinsatz

Von Geschäftsführer*innen und Budgetplaner*innen selten gerne gehört, aber dennoch ein wichtiger Punkt. Innovation ist in vielerlei Hinsicht teuer, sowohl was den personellen als auch finanziellen Einsatz betrifft. Daher ist es umso wichtiger die einzelnen Aspekte genau zu betrachten und für das Projekt selbst ausreichendes Engagement an den Tag zu legen. Wer Innovation „nur so nebenbei“ betreibt riskiert häufig sowohl den langfristigen Erfolg als auch die eingesetzten Ressourcen. Die direkte Rentabilität von Innovation ist nur schwer messbar und oftmals über einen kurzfristigen Zeitraum schlichtweg nicht vorhanden. Effekte sind in erster Linie langfristiges Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, sowie die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des eigenen Geschäftsmodells.

6. Mit Innovationen wird ein Ziel verfolgt

Der vermeintlich unscheinbarste Punkt und gleichzeitig auch der, der am häufigsten falsch gemacht wird. Auch wenn es bei Innovation um den Umgang mit Neuem geht, bedeutet das nicht, dass es sich bei Innovationsprojekten um eine Fahrt ins Blaue handelt. Zielloses Ausprobieren zufälliger Konzepte, Produkte und Ideen führt häufig dazu, dass das Budget schnell aufgebraucht ist, ohne das nennenswerte Ergebnisse erzielt wurden. Es ist also unabdingbar eine Zielvorstellung zu formulieren, auch wenn der Weg dahin durch unbekanntes Terrain erfolgt. Es gilt Fragen zu beantworten wie zum Beispiel „Wohin sollen uns die Innovationsaktivitäten führen?“ oder auch „In welchen Bereichen wollen wir Innovation?“. Zum Finden und zur Beantwortung eben dieser Fragen können die bisher aufgeführten Punkte einen wertvollen Beitrag leisten. Und nur dann, wenn diese Fragen beantwortet sind, kann ein strategisches gezieltes Explorieren in Richtung der formulierten Zielsetzung erfolgen.

Lohnt sich Innovation?

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass trotz aller Hürden Innovation mittlerweile in vielen Unternehmen einen hohen Stellenwert innehat und sich der Ressourceneinsatz in vielen Fällen lohnt:

Allein die Automobil-, Maschinenbau-, Software- und Elektronikbranche in Deutschland investierte 2019 insgesamt knapp 100 Milliarden Euro in Innovationsprojekte. Aber auch in Branchen, denen weniger Innovationskraft zugeschrieben wird, wie zum Beispiel der Metallerzeugung, dem Großhandel, Energieversorgern und dem Holz- & Papierhandel flossen über 10 Milliarden Euro in Innovationsthemen.

Dass sich dieser enorme Ressourceneinsatz lohnt, verraten die Umsatzzahlen: Die drei umsatzstärksten Branchen in dem Bereich konnten bereits 2016 über 400 Milliarden Euro Umsatz mit neuen, innovativen Produkten generieren – nicht mitgerechnet die dazugewonnene Arbeitskraft und gesteigerte Attraktivität gegenüber Arbeitnehmern, die aus Prozessinnovation entstand. Innovation ist also schon lange kein Nischenthema mehr und hat branchenübergreifend höchste Relevanz.

Was bedeutet Innovation für Gipfelsprint?

Innovation bedeutet für uns der zielgerichtete, optimistische Blick in die Zukunft. Innovation hat eine Vielzahl an Facetten und kann Unternehmen nicht nur dabei unterstützen mehr Umsatz zu generieren, sondern auch auf lange Sicht hin wettbewerbsfähig zu bleiben und für Veränderungen im Markt gewappnet zu sein. Für uns bedeutet Innovation aber auch ein ganzheitliches Vorgehen, dass alle relevanten Akteure mit einbezieht und sich nicht nur auf einzelne Aspekte beschränkt.

Warum verbinden wir Start-up Acceleration mit klassischer Innovationsberatung?

In der Start-up Acceleration zeigt sich Tag für Tag aufs Neue wieder, dass gerade engagierte Gründerteams unglaublich gut darin sind Innovation beziehungsweise innovative Produkte zu erzeugen. Oft noch unberührt von festgefahrenen Strukturen bilden diese Teams die hervorragende Basis um unkonventionelle, kreative Lösungen für aktuelle Probleme zu finden. Mittelständische Unternehmen können nicht nur von den in der Start-up Szene eingesetzten Methoden etwas lernen, um die eigenen Innovationsprojekte erfolgreich zu gestalten, sondern auch gezielt bestehende Lösungen von jungen Start-ups für ihre eigenen Zwecke nutzen. Doch nur weil Start-ups im Innovationsbereich ihre Stärken wunderbar ausspielen können, heißt das nicht, dass nur die Unternehmen sich etwas „abgucken“ können. Den Gründer*innen fehlt es oftmals an Praxiswissen – etwas auf das Unternehmen mit ihrem jahrelangen Erfahrungsschatz jederzeit zurückgreifen können. Eine Win-Win-Situation.

Ihr seid ein mittelständisches Unternehmen, das von dieser Win-Win-Situation profitieren möchte, oder ein Start-up, dass auf der Suche nach einem starken Partner für den Weg bis zum Markteintritt ist? Dann meldet euch in einer kurzen E-Mail unter info@gipfelsprint.de und wir finden gemeinsam mit euch die optimale Lösung für euer Vorhaben!


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