Gipfelsprint Blog Disruptives Denken und Handeln – Wie kann der Mittelstand davon profitieren?

Die Gefahr der Disruption

Neue Ideen durch Start-ups haben oft das Potenzial, gesamte Branchen zu verändern und alteingesessene Player aus dem Markt zu verdrängen. Netflix sorgte für den Niedergang der Videotheken weltweit, Nokia verschlief den Einstieg in das Smartphone-Geschäft und Kodak fand keine direkten Lösungen beim Umschwung auf die digitale Fotografie. Die Big Player am Markt wurden von anfänglich unterschätzter Konkurrenz überholt und letztlich in den Schatten gestellt. Und das, obwohl Kundenstamm und Kapital genug vorhanden waren, um selbst die Pole Position zu behaupten.

Was machen Start-ups besser?

Ein entscheidender Vorteil für Start-ups im Vergleich zur etablierten Konkurrenz liegt allerdings in der ihnen eigenen Denkweise. Start-ups können durch schlanke Prozesse und agile Methoden per se schnellere Kurskorrekturen vollziehen und somit auch mal Grenzen überschreiten. Das heißt, Start-ups sind in ihrer Innovationskraft nicht begrenzt und können Risiken freier kalkulieren – Fehlentscheidungen betreffen keine fünfstellige Anzahl an Beschäftigten. Dieses Mindset wird auch als disruptives Denken bezeichnet, ein Denken, welches gekennzeichnet ist von der Integration komplexer Anforderungen der Gegenwart und Zukunft, dem Einbeziehen von Ungewissheiten. Disruptives Denken und Handeln ist somit die Antwort auf die digitale Transformation auf der einen Seite, aber auch die Vorbereitung auf unvorhergesehene Ereignisse, wie zum Beispiel die Covid-19-Krise.

Chancen für den Mittelstand

Wer also Disruption in seinem Unternehmen integriert, kalkuliert bewusst Umbrüche und Ungewissheit mit ein, setzt Innovation keine Grenzen und bereitet sein Geschäftsmodell für die Zukunft vor. Genau hier liegt die Chance für den Mittelstand. Dieser ist groß genug, um kalkulierbare Risiken eingehen zu können und neue Geschäftsmodelle aufzuziehen – sei es unter der eigenen Marke oder als Ausgründung aus dem Unternehmen heraus. Gleichzeitig ist der Mittelstand klein genug, um einen Kulturwandel hin zum disruptiven Unternehmen effizient gestalten zu können und so mit wenig Aufwand den Pfad für innovative Geschäftsmodelle der Zukunft zu eröffnen.

Dabei können sich disruptive Innovationen auf unterschiedliche Bereiche fokussieren. Die Disruption kann durch veränderte Kundenbeziehungen geschaffen werden, wie es bei Microsoft Windows der Fall ist. Microsoft setzte durch geschickte Kollaboration mit 30 PC-Herstellern zur Vorinstallation des Betriebssystems auf neuen Computern so hohe Hürden zum Wechsel des Anbieters, dass seine Marktmacht lange unantastbar war. Disruption kann sich aber auch auf die eigene Wertschöpfung beziehen, wenn nämlich ein radikaler Wandel vollzogen wird, wie der eigene Wert erschaffen wird. So hat Dell zum Beispiel den Computermarkt revolutioniert, indem auftragsgefertigte Modelle direkt zum Auftraggeber geliefert wurden. Hierdurch wurden Einzelhandel und Lager umgangen, aber dennoch eine kostengünstige und technisch hochwertige Alternative gemäß Wünschen des Nutzers angeboten. Zu guter letzte lassen sich aber auch disruptive Kosten- und Ertragslogiken identifizieren, beispielweise wenn Kosten auf ein Minimum reduziert werden (vgl. Kostenstruktur Airbnb und herkömmlichen Hotels) oder wenn durch Freemium-Konzepte erst durch Premiumnutzer Hauteinnahmen generiert werden (vgl. Spotify).

In jedem Fall bedeutet Disruption aber eine Abkehr von bisherigen Geschäftsmodellen und eine Offenheit für ungewöhnliche Alternativen. Hierbei unterstützen wir bei Gipfelsprint den Mittelstand entscheidend. In spezifischen Workshopformaten sensibilisieren wir für das Thema Disruption und Disruptives Denken. Gemeinsam erarbeiten wir disruptive Lösungen für spezifische Herausforderungen der Zukunft und sorgen dafür, dass die disruptive Innovation auch auf dem Markt ein voller Erfolg ist.

Wer sich weiter über das Thema informieren will, hat dazu im November und Dezember auf den Disruptive Days in Kaiserslautern die Möglichkeit Best Practices aus dem Mittelstand zu erleben und in interaktiven Übungen zu erfahren, wie disruptives Handeln umgesetzt werden kann. Dabei bietet Gipfelsprint einen Einblick in die disruptive Welt von Start-ups und Mittelstand und zeigt auf, wie der Mittelstand von Denkweisen der Start-up-Welt profitieren kann. Weitere Informationen erhalten Sie hier.


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