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Mit diesen 6 Dimensionen euer Arbeitsleben neugestalten

Dennis Stabler – Innovationsmanager (12.05.2022)

Wandel in der Arbeitswelt

Gesellschaftliche Veränderungen wie die Digitale Transformation oder das neue Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit bewirken einen ebenso starken Wandel in der Arbeitswelt. Der aktuelle Trend zu New Work in Unternehmen ist ungebrochen und bestimmt das Arbeitsleben von vielen Beschäftigten. New Work kann als struktureller Wandel der Arbeit verstanden werden, hin zu einem für den Menschen sinn- und identitätsstiftenden Handeln (mehr über den Ursprung und Inhalt von New Work erfahrt ihr hier). Dieser Wandel lässt sich für Beschäftigte ganz unterschiedlich erfahren und geht über den Tischkicker und das tägliche Angebot von frischem Obst am Arbeitsplatz weit hinaus. Deshalb beleuchtet wir in diesem Beitrag unterschiedliche Möglichkeiten, New Work als Konzept erlebbar zu machen und geht dabei sowohl auf Aspekte der Zusammenarbeit als auch auf Möglichkeiten der Gestaltung von Arbeitsplätzen ein.



1. Teams

Schon seit vielen Jahren ist der Einsatz von Projektteams ein zentraler Bestandteil vieler Unternehmen. Expert:innen aus unterschiedlichen Abteilungen und mit diversem Knowhow arbeiten gemeinsam daran, Ziele zu erreichen. Damit sich diese Teams frei entfalten können und aus ihren vielfältigen Perspektiven Synergien entstehen, ist es essenziell, den Teammitgliedern den notwendigen Raum dafür zu geben. Das bezieht sich einerseits auf den Handlungsspielraum, indem sich die Teams weitestgehend selbstorganisieren können und mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet sind. Andererseits bedeutet dies auch, dass Teams über unterschiedliche räumliche Begebenheiten zur Erledigung ihrer Aufgaben verfügen. So bietet sich ein Homebase an, in der die Teammitglieder ihre Einzelaufgaben an ihrem privaten Arbeitsplatz verrichten. Ebenso können Unternehmen den Teams spezifische Orte für kollaborative Aufgaben zur Verfügung stellen, zum Beispiel Meetingräume für Diskussionen und Entscheidungsprozesse, Workshopräume für Kreativarbeit oder Bibliotheken für Recherchen. Das Grundprinzip sieht eine Verknüpfung von Atmosphäre und Tätigkeit vor und zielt darauf ab, durch die Gestaltung der Räume das Arbeiten zu erleichtern und attraktiver zu gestalten.

2. Kreativität

Gerade in der Teamarbeit ist Kreativität eine wichtige Komponente. Sie ist Kern einer jeden Innovation und bedarf einer spezifischen Atmosphäre, um sich voll zu entfalten. Deshalb ist es wichtig Räume zu schaffen, in denen sich die Teams ausprobieren, Produkte entwerfen und erste Prototypen testen können. Die klassische Startup-Garage wird so auch in Unternehmen möglich, Digitale Labs oder Design Thinking-Räume dienen als Startpunkt für neue Geschäftsideen und ermöglichen den Beschäftigten sich selbst aktiv in die Gestaltung des Unternehmens einzubringen. So wird eine Art „Mach es zu deinem Projekt“-Mentalität geschaffen, welche die intrinsische Motivation der Beschäftigten fördert und der Arbeit eine hohe Bedeutung zukommen lässt. Der Fokus verlagert sich dadurch weg vom Projekt und hin zum Produkt oder Geschäftsmodell.

3. Networking

Diese Innovationen, egal ob Geschäftsmodell oder Produkt, entspringen allerdings nicht nur aus geplanten Formaten wie Design Thinking-Workshops oder disruptiven Methoden. Viele Neuerungen entstammen auch dem Prinzip Zufall, wie die Erfindungen von Post-its oder Penicillin zeigen. Um dem Zufall eine größere Chance einzuräumen, können Unternehmen gezielt Begegnungsstätten schaffen, in denen Beschäftigte aus unterschiedlichen Abteilungen zusammentreffen, Gedanken austauschen und kreativ werden. Networking wird also zum zentralen Bestandteil der Arbeitswelt und kann durch das Bespielen konkreter Anlässe zusätzlich angeregt werden, zum Beispiel im Rahmen eines unternehmensinternen Hackathons. Räumlichkeiten zum täglichen Austausch sind dann spezielle Café-Areas, in denen sich die Mitarbeiter:innen stärken und gleichzeitig mit anderen austauschen können. In Communityarealen bringen Unternehmen durch Coworking unterschiedliche Personen miteinander in Kontakt. Und auf Außenterrassen und in Gärten treffen sich Marketingmanager:innen und Business Analyst:innen, Software-Entwickler:innen und Personalreferent:innen geplant oder per Zufall, tauschen sich über ihre Arbeitsthemen aus und schaffen so die Basis für neue Ideen.

4. Agilität

Bei der Verfeinerung der Ideen und der Entwicklung von Geschäftsmodellen, Dienstleistungen und Produkten unterstützen dann Räumlichkeiten, die direkt zum Agieren motivieren. Die Agilität drückt sich hier im flexiblen Arbeiten der Beschäftigten aus. Eine Umsetzungsmöglichkeit besteht in Coworking Spaces, in denen Hot Desks zur Verfügung stehen, an denen täglich unterschiedliche Personen arbeiten. Dies fördert den Austausch mit unterschiedlichen Kolleg:innen und gibt Beschäftigten die Möglichkeit, den eigenen Arbeitsplatz selbst zu gestalten. Flexibilität ist hier das entscheidende Kriterium in der Raumgestaltung. Durch mobile Tische, Whiteboards und Flipcharts, kann der Raum ganz nach den eigenen Bedürfnissen gestaltet werden. Statt Struktur durch Architektur schaffen flexible Raumtrenner die nötige Privatsphäre. Agilität drückt sich aber auch bei der flexiblen Wahl des Arbeitsortes aus – in und außerhalb des Unternehmens. Remote Working, ob von Zuhause, im Café oder in öffentlichen Coworking Spaces, ermöglicht Beschäftigten Flexibilität als Lifestyle zu wählen und Beruf und Freizeit aufeinander abzustimmen. So wird ein wichtiger Wohlfühlfaktor für die Ressource Mensch geschaffen.

5. Wohlfühlen

Dieses Wohlfühlen ist für Bewerber:innen einer der entscheidendsten Faktoren bei der Wahl des Arbeitgebers. Und auch für Beschäftigte ist Wohlfühlen ein zentraler Motivator: wer geht schon gerne auf die Arbeit, wenn es einem dort nicht gefällt? Um eine starke Bindung der Beschäftigten zu erreichen, können Unternehmen ihnen direkte Mehrwerte anbieten, die auf die Lebenswelten Arbeit und Freizeit sowie den Ausgleich zwischen beidem abzielen. Loungebereiche, in denen sich Mitarbeiter:innen zum entspannten Arbeiten zurückziehen, Spielräume, die zur aktiven Pause genutzt werden oder grüne Außenanlagen, die zum Tanken von Sauerstoff oder zum Bespielen interner Anlässe dienen – all diese Gestaltungsmöglichkeiten schaffen Orte, zu dem die Beschäftigten gerne gehen und an dem sie verweilen möchten. So bleiben Beschäftigte ihrem Unternehmen treu und fühlen eine starke Verbindung zu ihrem Arbeitgeber.

6. Identität

Zuträglich dafür ist ebenso eine gemeinsame unternehmensumfassende Identität. Diese spiegelt die entscheidenden Werte des Unternehmens wider und trägt sie nach innen und nach außen. Sie dient demnach dem aktiven Management des Personals – nach innen, um die aktuellen Beschäftigten zu fördern und ihre Zufriedenheit zu steigern und nach außen, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Wichtig ist, dass die Werte im Einklang mit dem tatsächlichen Denken und Handeln im Unternehmen stehen und im Alltag für alle Stakeholder erlebbar sind. Nur dann ergibt sich ein konsistentes Unternehmensbild, mit dem sich die Beschäftigten identifizieren und an dem sie ihr Handeln ausrichten können. Dadurch wird eine Einheit aus Individuum, Team und Organisation geschaffen, welche die Basis für den aktuellen und zukünftigen unternehmerischen Erfolg darstellt.

All diese Aspekte von New Work sind keineswegs an den Unternehmensstandort gebunden. Gerade bei kleinen Unternehmen oder im Mittelstand sind die vorhandenen Räumlichkeiten beschränkt und können nicht ohne erheblichen Einsatz von Ressourcen direkt verändert werden. Umso wichtiger ist es, New Work durch eine Vielzahl von externen Angeboten auch außerhalb des Unternehmens für die Beschäftigten erlebbar zu machen. Hierfür bietet Gipfelsprint sowohl Meeting- und Eventspaces als auch Möglichkeiten zum Coworking. Wenn ihr mehr über unsere Angebote erfahren möchtet, New Work bei und mit Gipfelsprint umzusetzen, meldet euch jetzt über das untenstehende Kontaktformular oder per Telefon unter 0631 – 34 35 88 20.


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